Zwei Klassensiege an einem Rennwochenende
20.04.2010 // Nach dem Wertungsgruppensieg beim Saisonauftakt zur VLN Langstreckenmeisterschaft hatte das Team von MK-Motorsport beim 35. DMV 4-Stunden-Rennen am vergangenen Wochenende erneut Grund zur Freude und dies gleich mehrfach.
Ötigheim/Nürburgring. Bei idealen äußeren Witterungsbedingungen fand mit dem 35. DMV 4-Stunden-Rennen der zweite Wertungslauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft in diesem Jahr statt. Viele Teams nutzten eine der letzten Gelegenheiten um sich intensiv für das Saisonhighlight im Mai, das 24h Rennen, vorzubereiten. Aus diesem Grunde konnten sich die Zuschauer entlang der Nordschleife auch über ein teilnehmerstarkes Feld von 206 Fahrzeugen freuen. Gleichzeitig bedeutete dies jedoch viel Verkehr auf der Strecke, weshalb von allen Fahrern höchste Aufmerksamkeit an den Tag gelegt werden musste. Die Umsetzung auf diese speziellen Verhältnisse gelang dem Team von MK-Motorsport auf Anhieb sehr gut. So fanden sich alle drei eingesetzten Fahrzeuge bereits nach dem Zeittraining in Tuchfühlung zu den Spitzenpositionen in den Klassen H3, V4 und V5 wieder.
Nachdem sich Matthias Unger (Heusenstamm) und Daniel Zils (Bendorf) mit dem BMW Z4 Coupé im Training noch knapp Werner Gusenbauer und Andreas Herwerth geschlagen geben mussten, trete das schnelle Fahrerduo dank konstant schneller Rundenzeiten den Spieß im Verlaufe des Rennens um und sicherte sich erneut den Sieg in der Serienwagen Klasse V5. Dabei imponierte vor allem die enge Anfangsphase sehr, in der beide Fahrzeuge Stoßstange an Stoßstange über die 24,433 km lange Kombination aus Nürburgring Grand Prix Kurs und Nordschleife fegten. Dabei gelang es Unger und Zils mit 9.33,939 Min. auch gleichzeitig die schnellste Rennrunde in der V5 zu fahren.
„Das Duell hat uns heute sehr viel Spaß gemacht. Es ist das was die VLN einfach auszeichnet, packende und spannende Kämpfe um die einzelnen Klassensiege! Wir freuen uns schon auf die kommenden Wertungsläufe“, schilderten beide Piloten nach Rennende. Mit diesem Ergebnis schafften sie nicht nur die Führung im VLN Serienwagen Cup zu verteidigen, sondern auch den Vorsprung auf die Konkurrenz weiter auszubauen.
„Im Gegensatz zum letzten Jahr, wo wir uns auch schon viel vorgenommen hatten, jedoch einiges schief ging, sind wir mit dem Beginn des neuen Motorsportjahres umso mehr zufrieden. Zwei Starts, die mit der optimalen Ausbeute von zwei Klassensiegen abgerundet worden sind und dazu noch ein Wertungsgruppensieg, besser geht es einfach nicht!“, freuten sich Matthias Unger (Heusenstamm) und Daniel Zils (Bendorf) anschließend.
Mit Rang drei in der hart umkämpften Klasse V4 schafften es Thomas Ehleiter (Loffenau), Richard Klumpp und Andreas Schettler (beide Baden-Baden) mit dem BMW E90 325i ohne Probleme an die starke Leistung des Saisonauftaktes anzuknüpfen. Für das Fahrertrio war es damit ebenfalls der zweite Podestplaz im neuen Jahr.
„Wir sind mit dem Wochenende sehr zufrieden. Die Veränderungen, die wir am Abend zuvor im Fahrwerksbereich vorgenommen haben, trugen wirklich Früchte. Mir ist es sogar gelungen mit 9:56.301 min. im Zeittraining meine persönlich schnellste Rundenzeit mit dem Fahrzeugtyp auf der Nordschleife zu fahren. Nun müssen wir daran arbeiten, dass wir diese Zeiten auch permanent im Rennen umsetzen können, um den Abstand nach vorne weiter verkürzen zu können“, so Ehleiter nach dem Rennen.
Mit einem Happy-End endete dagegen der zweite Wertungslauf für Tim Scheerbarth (Dormagen) und Oliver Bryant (Marlow / England). Obwohl die Arbeiten am neuen BMW M3 erst kurz vor dem Rennstart abgeschlossen worden sind, hielt das Fahrzeug den vierstündigen Dauerbelastungstest in der Grünen Hölle problemlos durch und man schloss ein stressiges Wochenende für die Boxenmannschaft sogar mit einem Klassensieg in der H3 ab.
„Wir hatten im Zeittraining leider Probleme mit dem ABS, ansonsten wäre sicherlich dort mehr drin gewesen als die Rundenzeit von 10:00.780 min. Dennoch konnten wir zum Rennen hin diese Schwierigkeiten aussortieren und noch ein paar Einstellungen am Fahrwerk vornehmen, die uns dann in der Folge deutlich nach vorne gebracht haben. Obwohl ich persönlich phasenweise kein gutes Gefühl hatte, da wir mit etwas Untersteuern zu kämpfen hatten, bin ich von der 9:48,830, die wir fahren konnten, dann doch beeindruckt und freue mich natürlich über den Sieg in der H3“, so Scheerbarth.
Text und Fotos: Media-DaCo (Daniel Cornesse)
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